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Letzte Aktualisierung
06.01.2009

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Geschichte

Am 24. Februar 1977 erschien im Langenhagener Echo ein Artikel mit der Überschrift "Kammermusikvereinigung gegründet". Damit trat eine Gruppe junger Musiker an die Öffentlichkeit, die im Januar aus dem Kammermusikreis der Elisabethkirche Langenhagen hervorgegangen war. Zunächst übernahm Horst Kaudelka , damals auch Leiter des VHS-Spielkreises für Alte Musik und Amtsleiter des Schul- und Kulturamtes, die Leitung der 11 Musiker.

Aber schon im November zählte das Orchester 25 aktive Mitglieder, und Wolfgang Meyer - damals noch Student an der Musikhochschule Hannover - konnte als Dirigent gewonnen werden. Am 2. Dezember war es dann soweit: das erste Konzert fand in der Aula des Schulzentrums in der Konrad-Adenauer-Straße statt (zu Eintrittspreisen von 4 bzw. 2 DM!).

Junges Orchester verdient viel Lob trotz kleiner Missgeschicke - Ein paar Einsätze verirrten sich, und sogar ein handfester Umschmiss pustete sich auf, als sich die unlängst gegründete Kammermusikvereinigung Langenhagen im Schulzentrum der Stadt zum ersten Mal an die Öffentlichkeit wagte. Die kleinen Missgeschicke jedoch und ihre Überwindung bestätigten, dass sich das Musizieren dieser jungen Leute und einiger älterer Mitglieder auf solider Basis vollzieht. ... Bei allen 25 Mitgliedern der Kammermusikvereinigung Langenhagen wird die Freude am gemeinsamen Musizieren unterbaut von der Beherrschung instrumentaler Technik, was sich in dem abgerundeten Klang von Händels einleitendem Concerto grosso D-Dur schon begeisternd abzeichnete.
Im Tutti etwas holzig, war Dittersdorfs Konzert für Viola und Kontrabass das Paradestück für die Bratscherin Friederike Koch und den Kontrabassisten Christian Becker. Sie gestalteten ihre Partien mit erstaunlicher Genauigkeit der Intonation. Aber auch die anderen Solisten (Andreas Eichhorn in Mozarts Andante für Flöte und Orchester, Bernd Kaudelka in Marcellos Oboenkonzert und Ulrike Meyer in Haydns Klavierkonzert D-Dur) waren vorzügliche Repräsentanten eines jungen Orchesters, dem man für die weitere Arbeit viel Erfolg und Unterstützung ... wünschen möchte. (Landkreiszeitung Langenhagen, 6. Dezember 1977)

Am 2. März 1978 gab sich das Orchester eine Satzung, um ein eingetragener Verein werden zu können, nun unter dem neuen Namen "Kammerorchester Langenhagen". Weitere Konzerte folgten unter dem Dirigenten Wolfgang Meyer, der das Repertoire kontinuierlich ausbaute. Das Konzert von 1. Juni 1980 war das letzte unter diesem Dirigenten und zugleich ein Höhepunkt mit der Uraufführung einer Auftragskomposition von Otfried Büsing.

Neue Sphärenklänge - Dass die Musikpflege in den Randgemeinden Hannovers beachtliches Niveau hat, bewies einmal mehr das vierte Konzert des Kammerorchesters Langenhagen ... Man war überrascht, mit welcher Selbstverständlichkeit dieses von ihrem jungen Dirigenten Wolfgang Meyer-Borghardt umsichtig geleitete Orchester nicht nur ein vielseitiges Programm mit Bravour und Klangsinn meisterte, sondern sich obendrein als Auftraggeber und Mäzen für eine Orchesteruraufführung des erst 25jährigen Koerppen-Kompositionsschülers ... Otfried Büsing einsetzte. Hierbei handelte es sich um vier ausgezeichnet instrumentierte Stücke aus einem siebensätzigen Zyklus, der die "menschlichen" Typen verschiedener Planetengottheiten charakterisiert. Helios, Selene, Hermes und Aphrodite waren hier in teilweise überirdisch-sphärische, aber auch diesseitig inspirierte Weltraumklänge eingebettet, die einem Science-fiction-Film nicht übel angestanden hätten. Es gab stürmischen Beifall ... (Hannoversche Allgemeine Zeitung, 4. Juni 1980)

Nun übernahm Jörg Straube die Leitung des Kammerorchesters, und mit ihm hatte das Orchester einen Leiter gefunden, der das Orchester sehr "pädagogisch" leitete. Die technischen Unfertigkeiten der Musiker waren ihm weniger wichtig, als ihnen ein Verständnis der Werke zu vermitteln.

Viel Beifall für das Kammerorchester - Mit der Verpflichtung von Jörg Straube als neuen musikalischen Leiter hat das Kammerorchester Langenhagen sicherlich einen sehr guten Griff getan. ... Straube hatte das Kammerorchester in harter Probenarbeit ... bestens vorbereitet und führte souverän durch das Programm. ... Die Begeisterung, mit der die Musiker - auch ein Verdienst von Jörg Straube - zu Werke gingen, war unverkennbar. Langenhagener Echo, 12. März 1981
Sehr viel Beifall für Kammerkonzert - Eine sehr große Resonanz fand das 6. Konzert des Kammerorchesters Langenhagen unter der Leitung von Jörg Straube in der Aula des Schulzentrums. ... Rainer Neumann, ein junger Musiker, der bereits bei "Jugend musiziert" erfolgreich war, blies den Solopart im Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur, KV 622, mit großem Ton, sicherer Intonation und viel Gespür für dynamische Differenzierungen. Riesenbeifall für den Solisten! Sehr viel Beifall auch für die musikalische Komödie "Der Schauspieldirektor" mit den Solisten Regine Adam und Neveen Allouba, Sopran, Dale C. Albright, Tenor, und Tilman Birschel, Bass. (Langenhagener Echo, 25. Februar 1982)
... Es kann aber nicht verschwiegen werden, dass das Kammerorchester in seiner jetzigen Zusammensetzung an Grenzen seiner Möglichkeiten stieß. Intonationstrübungen und misslungene Einsätze bei den Streichern ließen erkennen, dass hier ein Substanzproblem vorliegt. Vor allem die 1. Geigen hatten offensichtlich den Abgang einiger tüchtiger Instrumentalisten nicht verkraftet. Es wäre dem Orchester und nicht zuletzt auch seinem fähigen Dirigenten zu wünschen, dass diese Lücken wieder aufgefüllt werden können... (Langenhagener Echo, 30. September 1982)

Mit dem Konzert vom 27. Februar 1983 verabschiedete sich Jörg Straube aus beruflichen Gründen vom Kammerorchester: "Besonders an der Wassermusik wurde deutlich, welch ausgezeichnete Arbeit er auch als Orchestererzieher leistete, und es bleibt zu wünschen, dass ein gleichwertiger Nachfolger gefunden wird", schrieb die Landkreiszeitung am 3. März.
Jann Rey, Musikpädagoge aus Peine, setzte neue Akzente, indem er Jugendliche an die Orchesterarbeit heranführte. Schon im Oktober 1983 organisierte er einen Workshop mit dem Kammerorchester für Schüler.

Kammerorchester Langenhagen wagte sich an schwierige Werke - ... Der langanhaltende Beifall der Zuschauer zeigte dem neuen Dirigenten, Jann Rey, dass er das Orchester inzwischen gut im Griff hat und ein würdiger Nachfolger des langjährigen Dirigenten Jörg Straube ist.
Bereits im ersten Stück von Harald Genzmer, Sinfonietta für Streichorchester, wurde deutlich, dass sich die Streicher des Kammerorchesters Langenhagen im Vergleich zum vorherigen Konzert verbessert haben. In erster Linie ist diese Verbesserung auf die gute Zusammenarbeit zwischen den neuen Streichern und dem neuen Dirigenten zurückzuführen. So tragen die Streicher deutlich durch ihre exakte und disziplinierte Spielweise hervor, ein Indiz für die steigende Tendenz des Kammerorchesters Langenhagen. ... (Hannoversche Allgemeine Zeitung, 2. November 1983)
Viel Applaus für das Kammerorchester - ... Nach der Pause wurde das Divertimento Ritmico von Friedrich Zehm, einem zeitgenössischen Komponisten, gespielt. Diese vier sehr rhythmischen Sätze, die, unterstützt durch den Schlagzeuger Markus Dose, von den Musikern des Kammerorchester mit sichtlicher Spielfreude und Schwung vorgetragen wurden, lösten begeisterten Applaus beim Publikum aus. ... (Langenhagener Echo, 27. März 1986)

1988 musste das Kammerorchester Abschied nehmen von Jann Rey, der sich wieder stärker seinem Instrument, dem Cello, widmen wollte:

Dirigent Jann Rey verlässt das Kammerorchester Langenhagen - Mit einem großen Konzert in der Aula des Schulzentrums feierte das Kammerorchester Langenhagen Abschied von seinem Dirigenten: Musikpädagoge Jann Rey gibt nach fünf Jahren die musikalische Leitung des Orchesters ab. Sein Amt weiß er jedoch in guten Händen. Die Nachfolge nämlich tritt, zunächst für ein halbes Jahr, Musikschulleiter Wolfgang Streblow an. ...
Mit welcher Disziplin die Musiker ihr Repertoire bewältigen, konnten die Zuhörer des 14. Konzerts miterleben. Auf dem Programm standen Kompositionen von Haydn, Gluck und Franz Xaver Richter, die das etwas erweiterte Ensemble konzentriert und spannungsreich vortrug. Sonderapplaus gab es für den brillant ausgeführten Solopart der jungen Geigerin Ulrike Nahmmacher. (Landkreis-Zeitung Nord, 27. Februar 1988)

Mit Wolfgang Streblow bahnte sich eine Zusammenarbeit mit der Musikschule Langenhagen an, die bis heute Bestand hat. Ein Höhepunkt war sicherlich 1988 die Aufführung der Kinderoper "Das Hundepferd" von Ladislav Kupkovic , nach einem Text von Hans Georg Lenzen.

Das Hundepferd für sieben Dukaten trabte in zwei Hälften von dannen - ... Das musikalische Werk, 1987 vom hannoverschen Musikhochschullehrer Ladislav Kupkovic zu Papier gebracht, hat weder Wagnersche Länge noch Händelschen Tiefgang, kommt aber trotzdem ganz klassisch daher, mit Arien und Rezitativen und einem richtigen Libretto (Text von Hans Georg Lenzen). ...
Die Mädchen und Jungen des vor anderthalb Jahren eingerichteten Kinderchors hatten sich in einen würdevollen Hofstaat verwandelt, obenan ein kleiner König mit dick gepolsterten Bauch, der sich einen Bären aufbinden lässt und dafür vom neunmalklugen Personal ausgelacht wird. ...
Auf der Bühne standen zeitweilig über 100 junge Musikschüler, angefangen von den Dreikäsehochs aus den Früherziehungskursen, die schnurstracks durch den randvollen Saal marschierten und vor dem König brav ihre Runden drehten, bis zu den fortgeschrittenen Instrumentalisten, die das ebenfalls von Wolfgang Streblow geleitete Kammerorchester Langenhagen ("Neue Mitspieler können wir immer gebrauchen!") verstärkten. Zum Schluss der Vorstellung gab es donnernden Applaus... (Landkreis-Zeitung Nord)

Im Konzert vom 9. Juni spielte Gesa Lücker, auch sie eine Schülerin der Musikschule Langenhagen, das D-Dur Klavierkonzert von Joseph Haydn mit dem Kammerorchester. Und es gab in diesem Jahr eine Neuerung in der Probenarbeit, die noch immer Bestand hat: eine professionelle Betreuung der Streicher, die zunächst Heidrun Sannemüller durchführte, seit 1998 dann Uta Mehlig.

Im folgenden Jahr vollzog sich wieder ein Stabwechsel: Horst Thiele wurde der neue Leiter des Orchesters. Er war den älteren Mitspielern des Orchesters kein Unbekannter, denn schon in den 70er Jahren hatte er als Kantor der Elisabeth-Kirche Langenhagen mit dem Kirchenmusikkreis gewissermaßen den Vorläufer dieses Orchesters ins Leben gerufen.
Auf dem Programm seines ersten Konzertes vom 9. März 1991 stand eine Orchestersuite aus der Oper "The fairy Queen" von Henry Purcell, das Violinkonzert A-Dur KV 219 von W. A. Mozart mit der Zagreber Solistin Jelena Radivojevic - Preisträgerin internationaler Wettbewerbe - sowie die Sinfonie Nr. 79 F-Dur von J. Haydn.
Aber bereits nach dem Konzert vom 22. März 1992 trennten sich die Wege wieder:

Horst Thiele leitete zum letzten Mal das Kammerorchester - ... Zwei Jahre lang hatte Horst Thiele mit dem Orchester gearbeitet. Doch nun lassen ihm seine vielfältigen Aufgaben als Kontor in Letter nicht mehr genügend Zeit. ... Mit großem Bedauern nahm das Publikum Abschied von Horst Thiele, der mit diesem Konzert noch einmal das kulturelle Leben in Langenhagen bereichert hat. ... (Langenhagener Woche, Nr. 13/1992)

Mit Horst Bäcker übernahm 1993 wieder ein Leiter der Musikschule Langenhagen die Arbeit mit dem Orchester. Ein besonders reizvolles Projekt entstand 1995 mit einem Benefizkonzert für die UNICEF, deren Partnerstadt Hannover in jenem Jahr war. Sowohl Schüler der Musikschule als auch Solisten aus dem Orchester dem stellten dem jungen Publikum verschiedene Instrumente des Orchesters in Solokonzerten vor. Auch in weiteren Konzerten führte Horst Bäcker das Kammerorchester eng mit der Musikschule und dem Langenhagener Singkreis zusammen.

Nach dem beruflich bedingten Abschied von Horst Bäcker stand das Kammerorchester 1999 wieder einmal vor dem Problem, einen geeigneten Leiter zu finden. Diesmal entschloss es sich dazu, mit Bernd Kaudelka ein erfahrenes Mitglied aus den eigenen Reihen zu wählen, bei der Arbeit mit den Streichern unterstützt von Uta Mehlig. Damit vollzog sich ein merklicher Wechsel im Probenstil: hin zur Weiterentwicklung der eigenen instrumentalen Fähigkeiten und zur sehr genauen Arbeit an der Artikulation eines Notentextes. Anlässlich des Konzert zum 25jährigen Jubiläum des Kammerorchesters schrieb die Nordhannoversche Zeitung:

... die 30 Musiker [überzeugten] in der Aula des Schulzentrums im ersten Teil mit zwei Kompositionen von Georg Philipp Telemann. Auf die "Suite C-Dur für drei Oboen und Orchester", bei der Volker Edel, Reinhard Münstermann und Michael Tewes Soli übernahmen, folgte das "Konzert für Horn und Orchester" mit Sebastian Rakow als Gastsolist. ... Nach der Pause spielte das Langenhagener Kammerorchester mit Georg Friedrich Händels "Wassermusik" einen Klassiker aus seiner Ensembleliteratur, der wie bereits schon Anfang der achtziger Jahre vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. (Nordhannoversche Zeitung, 11. Juni 2002)

Die Kritik des Konzerts vom 21. Juni 2003 stand unter der Überschrift:

Arbeit zahlt sich aus - Es hat sich was getan im Kammerorchester Langenhagen. ... Die kontinuierliche Arbeit des Leiters Bernd Kaudelka mit dem aus ambitionierten Hobbymusikern bestehenden Ensemble trägt hörbar Früchte. ... Während bei früheren Konzerten mitunter der Eindruck entstand, ohne eine Unterstützung durch dazugeholte professionelle Musiker wären einige Werke kaum umsetzbar gewesen, dienten die hier eingesetzten Bläser vorrangig der klanglichen Komplettierung.
Höhepunkt des Programms war zweifellos Giuseppe Sammartinis Konzert F-Dur für Sopranblockflöte, Streicher und Basso Continuo. Mit solider Technik, fesselnd tonschön, mit herzhaftem Beifall belohnt, stellte Solistin Lena Willig das Konzert des älteren der Sammartinibrüder in den Raum.
Nach der Pause stand Joseph Haydns stattlich mit Trompeten und Pauken besetzte Sinfonie G-Dur, Nr. 88 auf dem Programm. Auch hier wurde die Probenarbeit offenkundig, wie beispielsweise fein herausgearbeitet rhythmische Details im Menuetto oder im federnd elastisch gestaltetem Finalsatz. Ein würdiges und zeitweise spannendes, zu recht mit viel Beifall belohntes Konzert. ... (Rainer Breitkopf, Nordhannoversche Zeitung, 23. Juni 2003)

Auch das Konzert vom 25. März 2006 spiegelte sich trotz einiger Kritik im Detail in einer insgesamt wohlwollenden Kritik wieder:

"Die Ankunft der Königin von Saba" aus Georg Friedrich Händels Oper "Solomon" geriet zu einem frischen, aber auch kurzen Auftakt eines Programms, das ruhig etwas umfangreicher hätte ausfallen können, denn was das rund 30-köpfige Ensemble anbot, machte durchaus Lust auf mehr. So das Konzert a-Moll für zwei Blockflöten, Streicher und Basso Continuo von Georg Philipp Telemann. Lena Willig und Verena Reimann agierten tonschön und zeigten sich als sehr kompetente Solisten. Allerdings hätte das Orchester deutlich mehr für das Klanggleichgewicht tun müssen, um das gefällige Werk zu einem Hörgenuss werden zu lassen. ...
Sehr gut vorbereitet wirkte Henry Purcells farbige und kontrastreiche Suite "The Fairy Queen". In dem zehnsätzigen Werk verarbeitete Purcell Zwischenmusiken seiner Opern zu einem Orchesterwerk. Gerade dieser Umstand macht den Reiz der sehr unterschiedlichen Klangfarben und Stimmungsbilder aus, bewirkt aber auch, dass die einzelnen Szenen oft sehr kurz ausfallen und das Hörerlebnis beeinträchtigen.
Das stellt sich uneingeschränkt am Schluss in der wie aus einem Guss, mit einem mitreißend wirbelnden Presto Finale, musizierten Sinfonie Nr. 22 Es-Dur von Joseph Haydn ein. Rudolf Krieger ... half hier am Waldhorn unüberhörbar mit, das Werk eindeutig zum Höhepunkt des Abends und zum mit entsprechendem Beifall belohnten Abschluss werden zu lassen. (HAZ Nordhannoversche Zeitung, 27. März 2006)

"Musiker bestehen die Herausforderung - Kammerorchester Langenhagen feiert 30-jähriges Bestehen in der Aula des Gymnasiums" -so lauten Schlagzeile und Untertitel in der HAZ Nordhannoversche Zeitung vom 26.11.2007.

"Herausforderung bestanden - und zwar bravourös. Das Orchester präsentierte sich am Sonnabend in dem leider nur mäßig besuchten Konzert in Bestform. Mit Alla Hornpipe aus Händels Wassermusik gelang dem aus ambitionierten Hobbymusikern bestehenden, mit einigen gestandenen Profis ergänzten Orchester ein wirkungsvoller Auftakt.
Danach gab Rudolf Krieger einen kurzen Abriss über die ereignisreiche, wechselvolle Geschichte" (und würdigte dabei u.a. die anwesenden, ehemaligen Dirigenten Horst Thiele, Jörg Straube, Wolfgang Meyer und Jann Rey ebenso wie den aktuellen Dirigenten Bernd Kaudelka.)
"Motivation und Spielfreude waren in dem Programm unüberhörbar. In der nicht unproblematischen, wenig schmeichelhaften Akustik der Aula entwickelte das dreißigköpfige Orchester einen warmen ausgewogenen Orchesterklang. Es wirkte in allen Werken souverän, nie überfordert. Joh.Seb.Bachs Orchestersuite Nr.3, mit der berühmten Air, lebte von der spür- und hörbar guten Vorbereitung,ebenso die Sinfonie C-Dur op.3 vom Bachsohn Johann Christian.
Kaudelka lenkte das Orchester engagiert und straff, klar strukturiert. So musste W.A.Mozarts Sinfonie Nr.30 D-Dur fast wie von selbst zum berührenden Finale eines Programms geraten, das für Hobbymusiker eine echte Herausforderung bedeutet. Herzhafter und verdienter Beifall zu einem weitaus mehr als gelungenen Konzertabend, in dem sich das Orchester mal wieder als echte Alternative für junge, ambitionierte Musiker anbot." (Rainer Breitkopf, a.a.O.)

"Kammerorchester gelingt ein sehr hörenswertes Konzert"-so lautet die Schlagzeile in der HAZ Nordhannoversche Zeitung vom 08.12.2008.

"Eine Kirche als Spielort ist für ein Kammerorchester, zumal wenn es mit hoch ambitionierten Laien besetzt ist, immer eine verlockende Herausforderung. Kann man so doch leicht, begünstigt von der speziellen Akustik einer jeden Kirche, zu wunderschönen Klangerlebnissen gelangen.
Professionelle Orchester gehen deshalb eher ungern dorthin.Die Temperaturen wirken sich stark auf die Intonation aus, dynamische Unterschiede müssen deutlicher herausgestellt werden. Das gilt gerade für Orchester mit üppiger Besetzung, wie das Kammerorchester Langenhagen in der Elisabethkirche zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes.
Die Musiker unter der Leitung von Bernd Kaudelka hatten mit all diesen Klippen unüberhörbar zu tun. Dennoch ist ihnen ein stimmungsvolles und sehr hörenswertes Konzert gelungen.Zwar hätten der Sinfonia aus der Kantate Nr.42 "Am Abend des selbigen Sabbats" von J.S.Bach zu Beginn und auch in der folgenden Weihnachtssinfonie von Francesco Manfredini weniger ungestüm agierende Oboen dem Klanggleichgewicht und dem Gesamtklang gut getan. Beides war im Cellokonzert a-Moll von Antonio Vivaldi mit Sabine Lauer als überzeugender Solistin deutlich schöner...
Zu einem wirklich schönen Klang fand das Orchester im Adagio-Allegro-Adagio in Arcangelo Corellis populären Concerto Grosso "Weihnachtskonzert", das die vielen dankbaren Zuschauer auch als Zugabe genießen konnte."
(Rainer Breitkopf, a.a.O.)